Dienstag, 31. März 2015

März Review

... oder, die ersten vier Wochen Down Under im visuellen Rückblick:


(big cities heartbeat - mein Perth)

Verträumte Vororte nebst überfüllten Stränden, Naturidyll vertreibt Straßenlärm, modernste Häuserschluchten konkurrieren mit traditionellem Handwerk, Meeresbriese vertreibt Gewürzgeruchüberflutung, Chili trifft Honig und BBQ auf Frozen Joghurt, in das pulsierende Stadtleben springen oder an der Küste relaxen, alles ist möglich, nichts ist sicher, sich einfach mitreißen lassen.
In einem einzigen Monat kann so viel wunderbares passieren, die Liste meiner persönlichen Highlights ist lang: ich habe ein rotes 4WD Auto gekauft und bin nun, ganz dekadent, Besitzerin von gleich zwei fahrbaren Untersätzen - einem in good old Germany und einem hier in "Stralia"; der Linksverkehr bereitet mir keine Schwierigkeiten mehr; ich habe ein Känguru streicheln können, habe einen Baum gefällt und eine giftige Spinne besiegt; ich habe Sonnenuntergänge am Meer bestaunen können, habe gelernt einen Reifen zu wechseln und kann den Ölstand kontrollieren; ich habe auf einer Farm gearbeitet und in einem Chor gesungen, der traditionelle indigene Lieder bewahren möchte; ich habe die Rally vor dem Parliament House in Perth gesehen und habe in den Perth Hills einem kleinen Privatkonzert, unplugged, mit Blick über die City bei Nacht, gelauscht und habe viele tolle Menschen kennenlernen dürfen - Danke! 

hugs'n'kisses
kate


Mittwoch, 25. März 2015

Ein "Örtchen" mit Ausblick

(bizarres "Örtchen" der Ruhe und Stille)

Wer ein richtiger Aussi werden will der packt an, mit beiden Händen und "schafft", wie ein echter Schwabe: schaffe, schaffe, Häusle baue.
Ja, ich, gebürtige Schwäbin, möchte ein wirkliches Aussi-Girl werden! Und ja, ich habe ordentlich mit angepackt beim Häusle baue. 
Das besagte Häusle soll ein Gästehaus werden und hat aufgrund seiner gerundeten Ecken den Namen "Bubble" erhalten. Der Baugrund befindet sich etwa zwei Stunden nordöstlich von Perth, "nahe" dem kleinen Ort Toodyay. Schon die Fahrt dorthin, von Perth aus, ist eine Reise wert. Die Strecke führt an einigen der Weinanbaugebiete des Swan Rivers vorbei, ehe sich die Straße mitten durch die Berge und Täler des Bush' schlängelt. Es eröffnet sich einem eine bizarre, eigenwillige Landschaft, deren Vegetation hauptsächlich von Gras- und Eukalyptusbäumen geprägt ist. 
Eigenwillig können auch die Bewohner dieser rot-orangenen Landschaft sein. So gibt es hier, mitten im Nirgendwo, einen ganz besonders eigenwilligen Einsiedler: "Drunken Willy" sitzt Tag und Nacht auf der Veranda vor seiner Blechhütte umringt von einem gläsernen, hochprozentigen Sammelsorium und grüßt die wenigen Vorbeiziehenden stets freundlich. Dass Drunken Willy trotz, oder gerade wegen, seines merkwürdigen Lebensstils, ein wichtiger Teil der Gemeinschaft umliegender Farmer ist, bewies er nicht zuletzt vor einem Jahr. Als ihm um 4:00 Uhr morgens ein, mit Habseligkeiten voll beladener, Pickup auffiel, konnte er dies der Polizei melden - als eiziger Zeuge des Einbruchs in eines der Farmhäuser, wie sich später herausstellte. 
Die Farm, auf der das Bubble errichtet wird, befindet sich auf einem der Hügel, etwa zwanzig Minuten von Drunken Willys Domizil entfernt. Das große Farmhause ist umgeben von riesigen Bäumen und rot-ockerfarbener Erde, es ist mit Natursteinen des Farmgeländes verkleidet und  hat eine riesige Fensterfront, die einen einzigartigen Blick in das Tal erlaubt. Es ist ein ganz besonderer Ort, mit einem ganz besonderen Örtchen. Dieses "Örtchen" gehört zu dem outdoor Badezimmer des Bubble. Es besteht aus einer Blechspiral-Dusche, zwei Badewannen, die unter einem riesigen Eukalyptusbaum  stehen, und dem "Örtchen" - ein hölzernes Toilettenhäuschen. Dieses umgibt die Porzellanschüssel jedoch nur von drei Seiten, sodass einem ein unverbauter Blick auf das schöne Tal gewährt wird, während man in aller Ruhe und Stille seinem Geschäft nachgehen kann. Eben ein ganz besonderer Ort, diese Farm!

hugs'n'kisses
kate


Sonntag, 22. März 2015


Kunst küsst Küste

(Sculptures by the sea @ Cottesloe Beach)

Kunst und manchmal künstlich, mal schüchtern, mal überwältigend, schön aber überlaufen, zum drüber laufen oder aufschauen, frei und gleichzeitig befangen, hölzern sowie rostig, natürlich deshalb pink!

Freitag, 20. März 2015

Wwoofing in den Kalamunda Hills

(Gästehaus "Froggia" inklusive Hängematte)

Wwoofing ist die Abkürzung für "World-Wide Opportunities on Organic Farms" und ist eine feine Sache,um in der neuen Wahlheimat erstmal anzukommen, sich zurechtzufinden und um einen ersten Einblick in die australische Lebensweise und Mentalität zu bekommen. Es funktioniert nach dem Prinzip Arbeit gegen Unterkunft, Verpflegung und ganz viel "aussie experience". Die Bereitschaft, sich auf Land und Leute einzulassen wird durch unvergessliche Erfahrungen und Eindrücke belohnt, die innerhalb der gewohnten "comfort zone" kaum zu machen sind. Keine Pauschalreise, kein Hotelurlaub und keine geführte Tour lassen sich mit solch einem Abenteuer vergleichen!

"Über sich hinauszuwachsen" Duden definiert dies so: "sich durch Wachsen über etwas hinaus erstrecken, sich über etwas erheben; größer werden als etwas; durch Wachsen und Älter-, Reiferwerden überwinden, über etwas hinauskommen, durch Reiferwerden, durch Fortschritte, durch [unerwartete] Steigerung der bisherigen eigenen Leistung übertreffen, über jemanden, etwas hinauskommen;" (Duden.de)

"Über den Tellerrand blicken" bedeutet: "offen sein für Neues, Ungewohntes; weltoffen sein; neue Eindrücke bekommen; sehen, wie andere Menschen leben; einen weiten Horizont haben; die Konsequenzen des eigenen Tuns bedenken; nicht egozentrisch sein;" (Redensarten-index.de)

Genau um diese beiden Dinge geht es beim sogenannten "traveln", sich von der eigenen Bequemlichkeit zu befreien, sich einmal zurückzunehmen, neue und spannende Erfahrungen zuzulassen, Ängste zu überwinden, Mut zu haben, die eigenen Leistungsgrenzen auszutesten, sich immer wieder neu kennenzulernen, die eigene Persönlichkeit reifen zu lassen, weltoffen zu werden oder schon zu sein, ungewohntes zu erlauben sowie andere, anderes und die kleinen Dinge im Leben schätzen zu lernen. Das unterscheidet "traveln" von "on holiday", "reisen" von "urlauben". 
Traveln ist das, was ich will, der Grund warum ich hier bin, hier in Australien!

hugs'n'kisses
kate 


Sonntag, 15. März 2015

Die Wongan Hills



Etwa zweieinhalb Stunden nordöstlich des Großstadt-dschungels von Perth City liegt die verträumte Region rund um die Wongan Hills, mitten im "Bush". Kontrastreicher hätte die erste Woche in Down Under kaum sein können, nach sieben Tagen Sonnenschein, Metropole, Häusermeeren, Shoppingmalls und Straßenstaub eröffnete sich nach einer kurzweiligen Autofahrt eine pittoreske Wildnis geprägt von rotem und ockerfarbenen Sand. Entlang der beinahe verlassenen Straßen, sind von der Sonne ausgebrannte Felder zu sehen - soweit das Auge reicht. Die ausgemergelten Bäume rauschen im Wind und der aufkommende Regen duftet nach neuen Abenteuern. Geliebte Echsen sowie bizarre Hundertfüßler kreuzen die Wege oder lassen sich von Bäumen fallen. In den wenigen kleinen Orten leben sympatische, hilfsbereite Menschen in einer nostalgisch anmutenden Gemeinschaft - ein Flecken Einwanderergeschichte. Es lohnt sich einmal vom Weg abzukommen und an einem der höher gelegenen Aussichtspunkte die unglaubliche Weite dieses Landes auf sich wirken zu lassen oder einmal über einen der scheinbar endlosen Salzseen zu laufen und die Salzkristalle unter den Sohlen knistern zu lassen.
Eine großartiges Wochenende bei waschechten, unglaublich gastfreundlichen Aussis, das viel zu schnell verging!

hugs'n'kisses
kate 

Montag, 9. März 2015

Die Stadt der Träume


(South Perth Skyline @ sudown)

Beschreibe dich selbst in einem Satz: Kronisches Fernweh und Reisefieber. Fieber und Grippe plagten mich pünktlich zehn Tage vor Abreise, während des Flugs und die ersten Tage in Australien. 

Fieber auf Reisen - Reisefieber - Reise - Fieber - fiebern - reisen - auf Reisen fiebern - für das Reisen fiebern - fiebern auf Reisen - Fieber - Reise - Traum - Traumreise - Fieberreise - Traumfieber - Fiebertraum! 

Definition Fieberträume: Fieberträume können bei hohem Fieber auftreten. Dann ist der Schlaf so gestört, dass man Träume hat, die so fantastisch sind, wie man sie in gesundem Zustand nicht bekommen würde. (fieber.de)

Ich hatte einen Traum, den Traum, eine Stadt zu bauen, ein Luftschloss, einen Ort, eine Kollagen all meiner liebsten Reiseziele - ein Rezept zum Träumen:

Rezept zum Träumen

1 Tasse Ibiza
1 Tasse Barcelona
1 Tasse Curaçao
1 pck Willemstad
1 TL Amsterdam
1 Messerspitze Paris

In einer großen Schüssel alle Zutaten vorsichtig unterheben und bei 35°C langsam zu einer Stadt namens Perth backen lassen. 

Perth ist tatsächlich überwältigend, ein urbaner Dschungel, der erforscht werden will - I'm an urban jungle explorer. Ich fühle mich momentan noch wie in einem wunderschönen Fiebertraum. Ein Fiebertraum mit australischer Handynummer, australischem Bankaccount und Tax File Number ;)
Die großartige Aussicht vom Kings Park über die Stadt konnte ich schon genießen, am Cottesloe Beach Sonne tanken, den Sonnenuntergang am Swan River bewundern und momentan im Park vor dem Government House relaxen. 

"Gimme sunshine and I waist my time ..."

hugs' n'kisses
kate




Sonntag, 1. März 2015

Die Kunst des Reisens

"Das Ziel vor Augen" und ein kleiner Bücherberg der 2014 noch erklommen werden musste;

Etwa ein Jahr ist es nun her, dass ich den Entschluss fasste, meinen Traum zu verwirklichen: Einmal in einer Stadt am anderen Ende der Welt zu leben, sie zu erkunden, mich von ihr inspirieren zu lassen, über den europäischen Tellerrand zu schauen und meinen Horizont zu erweitern. Ich möchte andere Kulturen und letztendlich dadurch mich selbst ein bisschen besser kennenlernen, mein Leben um neue Erfahrungen bereichern,  die eigenen Grenzen überschreiten, gleichzeitig meinen Blick auf das Wesentliche fokussieren, welches im allgemeinen gerne mal mehr und mal weniger aus den Augen verloren wird: Das süße Leben "la dolce vita", die Kunst, Kultur, Sprache und  die Schönheit der Natur.
Die Eindrücke meiner Reise möchte ich in diesem Blog festhalten, sei es sprachlich, durch Fotografien oder Videos, Zeichnungen oder Collagen. Es soll eine kleine digitale Sammlung entstehen: Die Kunst des Reisens.

Ich möchte euch einladen, diese Reise mit mir anzutreten, mich zu begleiten, wenn auch nur aus der Ferne: You and me and Oz!

hugs´n´kisses
kate