Samstag, 25. Juli 2015

„It’s ment to bee“

(Die Junggesellen vor der Küste in Broom)

So, wie es manchmal einfach nicht sein soll, so entscheidet das Schicksal ein anderes mal, dass du genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist. Fortuna ist guter Laune und das Meer still wie ein Ententeich, als ein kräftiges Schnauben mich aus meinen Gedanken reißt. Ein weiterer Traum wird war: zwei Buckelwal Teenies tauchen direkt neben meinem Boot auf. Es wirkt, als ob sie aus dem Wasser schauen, ihre Finne teilt langsam und leise die Wasseroberfläche, mit einem lauten „Platsch" schmettern sie die Schwanzflosse zum abtauchen in die Luft und plötzlich ist die See um das Boot herum gar nicht mehr so still. Die beiden tauchen unter dem Boot durch, um das Boot herum und wieder unter ihm. Es scheint ihnen Spaß zu machen mit dieser 15 Meter langen Nussschale zu spielen. Sie ist so groß wie sie selbst und schaut aus Walperspektive vermutlich wie ein Spielgefährte aus. 
Broome gilt als Kinderstube der Buckelwale. Jedes Jahr im Australischen Herbst und Winter ziehen sie aus der Antarktis hier an die Kimberly Küste, um ihren Jungen aufzuziehen. 
Als die zwei weiterziehen ist die See wieder ganz ruhig, keine Welle, kein Wind – „Ententeich", so sagen die Taucher. Aus der Ferne heben sie ein letztes mal die Schwanzflosse aus dem Wasser, macht es gut ihr Lieben, passt auf euch auf!
Auch mein Boot zieht nun weiter, auf Wiedersehen!

hugs'n'kisses
kate





Samstag, 18. Juli 2015

Die Uhren nach Broomezeit stellen

(Kein Filter, kein Photoshop, sondern 
pures Australien am Cable Beach)



Nach einer sechsstündigen Fahrt von der Arbeiterstadt ins Urlaubsparadies, sitze ich wie eine Schildkröte im Bus, meinen Backpack trage ich wie einen Panzer auf dem Rücken. In ihm mein ganzes Hab und Gut, so ist das Nomadenleben, welches ich von nun an ganze zehn Wochen genießen werde.
Das Bett im Hostle habe ich noch nicht ganz bezogen, da bin ich schon mit meiner „Roommate“ zum Abendessen und anschließender Livemusik in einer Bar verabredet. Es ist Broomezeit, Zeit zum relaxen, feiern und Sonne tanken. Die Uhren ticken hier ein bisschen anders „No worries, it's Brooetime mate!“
Samstags und Sonntags ist der Courthous Market einen ausgiebigen Besuch wert. Lokale Kust und Leckereien werden hier angeboten, knorrige Bäume bieten Schatten und das alte Courthose eine tolle Kulisse. Wir essen Fruchtsorbet und hören den urigen Klängen eines Didgeridoos zu. Ein toller Tag, eine fabelhafte Zeit - Broometime!


hugs'n'kisses
kate

Samstag, 4. Juli 2015

Der Nordwind ruft 

Aufbruchstimmung in Port Hedland

 (Wildblumen an der Strandpromenade)
 (Sunset in Port Hedland)
("Low Tide" am Strand)


Nach acht Wochen langer Arbeitstage und kurzer Nächte, ist es an der Zeit meinen 12/7 Job im Housekeeping und Kellnern zu beenden und weiter zuziehen, um so viel wie möglich vom fünften Kontinent zu sehen. Erstes Etappenziel soll Darwin sein, der Startpunkt Broome.
Broome ist bekannt durch die großen Perlenfarmen, Kamelritte am Cable Beach und seine spektakulären Sonnenuntergänge an eben diesem. Außerdem kann man hier, wenn die Ebbe das Meer weit genug hinaus zieht, Dinosaurier Fußabdrücke sehen. 
Von Broome aus geht es in die Wildnis, Auftakt wird der berühmte Prison Tree in Derby sein, von dort aus möchte ich die Gibb River Road entlang fahren. Ein Abstecher über die Bungle Bungles im Purnululu Nationalpark verspricht kalte Nächte im Swag, unter freiem Sternenhimmel, und Abenteuer pur. Ein weiteres Ziel wird der Lake Argyle sein, ein riesiges Frischwasser Reservoir.
Ich sitze am rosaroten Strand von Port Hedland, habe Sand unter meinen Füßen und ein kräftiger Nordwest-Wind zerzaust meine Haare, er bringt Grüße von zuhause und fordert mich auf, weiter zuziehen.
Lebwohl Port Hedland, willkommen wildes Australien!

hugs'n'kisses
kate

Mittwoch, 24. Juni 2015

Von Perth bis nach Port Hedland


Stromaloiten
Kalbarri National Park
Monkey Mia
Lancelyn
Pinnacle Desertierte
Kalbarri National Park
Shell Beach

Exmouth

Karijini National Park

3500 km Westküste habe ich nun von Perth bis nach Port Hedland in dem roten Auto - "Red Dog" - zurückgelegt: Camping, eine Strandhaus a la "Charly Harper" und eine regnerische Nacht im Auto - Highway, Gravel Road und Sandpisten - Fünf Wasserlöcher, Schlamm und Steine - der 4WD macht sich bezahlt - grüne Hügel, üppige Bäume, dichte Sträucher und karge Wüstenlandschaft - Rot, Gelb, Oker und Weiß, Blau, Schwarz - unendliche Weite und beschützte Süßwasserpools - eine Wasserfalldusche!

hugs'n'kisses
kate

Sonntag, 17. Mai 2015

South West Australia

Denmark - Margarita River - Busselton

(Valley of Giants, Busselton, 
Busselton Jetty, Margeritriver, 
Valley oft Giants, Valley oft Giants)

Etwa viereinhalb Stunden südöstlich von Perth liegt Denmark, das erste Ziel eines "Roadtrip down south". Tatsächlich erinnert einen die Region auch an das Dänemark in Europa. Riesige grüne Wälder mit gigantischen Bäumen, saftig grüne Wiesen, auf denen Kühe und Schafe weiden, blau-weiße Häuser aus Holz und eine kühle, frische Meeresbriese - zumindest im australischen Herbst, zu dem auch der Monat Mai gehört. 
Ein echtes Erlebnis der Region ist der "Tree Top Walk" im "Valley of Giants". Hier führt zunächst eine riesige Stahlhängebrücke hinauf in die Wipfel der Baumgiganten und ermöglicht einem die Welt einmal ganz bequem aus der Vogelperspektive zu genießen. Verweilt man ruhig an einem der vier Aussichtsplattformen, gesellt sich hier und da auch einer der winzigen Vögel zu einem. Ein Blick nach unten lässt einem bewusst werden, wie riesig diese Bäume sind. 
Im Anschluss an den Ausflug in die Höhe, läd ein kleiner Weg dazu ein, durch den Zauberwald der Buggle Bäume zu schlendern. Diese Bäume haben zum Teil einen riesigen Umfang, manche von ihnen sind sogar hohl, sodass sie wie eine kleine Wohnhöhle betreten werden können. Jeden Moment rechnet man damit, dass kleine Fabelwesen aus ihrem Versteck kommen und die Märchen aus der Kindheit scheinbar doch wahr sind - einfach zauberhaft!

Zwischen Denmark und Margaret River liegt der Ort Pemperton. Eine Attraktion dieses Ortes ist der riesige mit Spikes versehene Bungle Baum. Die Spikes sind wie eine riesige Wendeltreppe rund um den Baumstamm des Giganten angeordnet. Klettert man an diesen den Baum hinauf, wird man auf zwei Plattformen mit einem wunderbaren Ausblick über den Urwald belohnt. 

Nächster Stop, Surfers Paradise! Eine tolle Erfahrung, die man hier außerdem in Australien machen kann ,ist, auch als Alleinreisender ist man niemals allein, oder aber auch: gerade als Alleinreisender ist man niemals allein. Wo immer man auf andere Menschen trifft, kommt man durch ein nettes "How are ya?" sofort ins Gespräch und sitzt zwei Sätze später mit zuvor völlig Fremden gemütlich bei einem Gläschen Wein zusammen. Kaum zu glauben ist, dass es sich jedes mal so anfühlt, als ob man sich schon ewig kennt.
So ging es mir auch diesmal wieder, ich hatte mein Zelt noch nicht ganz aufgebaut, da hatte ich schon eine Einladung zum Wein und fand mich wenig später in mitten einer Gruppe australischer Surfer wieder, die an diesem Wochenende dem Großstadttrubel ihrer Heimatstadt Perth entflohen sind und hier am Surfers Paradise, ihrer Leidenschaft nachgehen - surfen!

Vom Surfers Paradise aus dauert es etwa eine halbe Stunde, um Yallingup zu erreichen. Hier befindet sich die einzigartige Ngilgi Höhle, die Teil der Geschichte rund um die Traumzeit der Aborigines ist. In ihr wohnt der Legende nach der Wassergeist Ngilgi, die Besichtigung dieser Höhle gehört also schon fast zum Pflichtprogramm eines Wassermanns wie ich es bin! 
Es werden verschiedene Touren angeboten, die durch die Tiefen dieser Höhle führen. Die kürzeste beinhaltet eine halbstündige Einführung in die Geschichte und Gegebenheiten der Höhle und ermöglicht es einem im Anschluss selbständig die oben Gänge und Kammern der Höhle zu erkunden. Die teuerste Variante ist eine vierstündige, geführte Tour durch die Tiefen und Geheimnisee der Höhle. 
Ich habe mich für die erste Variante entschieden und wurde nicht enttäuscht - einfach nur faszinierend, so ein Ausflug unter die Erde.

Das letzte Ziel meines "Down South" Abenteuers sollte Busselton sein. Hier befindet sich der weltweit zweitlängste Bootsanleger aus Holz der Welt, der Busselton Jetty! Das kleine Museum, welches in den blau-weißen Jetty Häuschen untergebracht ist, erzählt die Entstehungsgeschichte des Jettys und macht auf die Schwierigkeiten des Erthalts aufmerksam. Die Strandpromenade am Jetty ist ein fantastischer Ort, zum Eis essen und dabei den Meeresblick zu genießen. Die weißen Papageien, die in den Baumwipfeln am Jetty wohnen, überraschen mit einer einzigartigen Flugeinlage - pure Entspannung!

hugs'n'kisses
kate

Donnerstag, 7. Mai 2015

Als Anhalter bis nach Port Hedland

(Eine Australische Baustelle mitten im Nirgendwo)

BackpackerPack √
Auto (definitiv Vierradantrieb) √
Zelt √
Schlafsack √
Wasser √
Taschenlampe √
Landkarte√
Aufruf: Habe Auto, möchte reisen, 
Kosten werden geteilt,  wer kommt mit? √
Das Ziel vor Augen √

Los geht’s!


Zu einfach? Ganz und gar nicht, genau so funktioniert Backpacking in Australien. Dazu benötigt es nur Reiselust, Aufgeschlosseheit, Teamfähigkeit, Kreativität, Ausdauer und ein klein wenig Mut, um den erste Schritt zu wagen, mit welchem die Reise beginnt. 
Der Plan ist, keinen detaillierten Plan zu haben, es gibt Etappenziele und angehalten wird, wo es besondeers schön ist. Als Anhalter durch Australiens wilden Westen, yhieha!

hugs'n'kisses
kate

Sonntag, 3. Mai 2015

Einfach mal ins kalte Wasser springen!

Perth Garden Festival

"Free the worms!"

(Workshop zum Thema Regenwürmer)

Welcher Aufwand hier in West Australien betrieben werden muss, um Nutz- und Zierpflanzen wachsen und gedeihen zu lassen, ist eigentlich kaum vorstellbar: (Regen-)Würmer werden in speziellen Wurmfarmen gezüchtet, damit sie im heimischen Gemüsebeet ausgesetzt werden können, um dort den Boden lebendig zu halten. Dieser Boden wurde zuvor ebefalls mit viel Aufwand aufbereitet, mit Mulch und Piggy Post (ja genau!) versehen, um den Pflanzen die nötigen Nährstoffe zu bieten. Allerdings sind diese Wurmfarmen auch sehr umstritten, sodass nun Workshops angeboten werden, um die Würmer auf natürliche Weise in den Garten zu locken und sie dort auch zu behalten. Einer dieser Workshops wurde auch auf dem Garden Festival am schönen Svan River angeboten, auf dem ich für meine Mulchingfarm arbeiten durfte. Die Kampanie meiner Kollegin, Debra, hieß "Free the Worms!" und stieß auf so viel Interesse, dass auch ich zahlreichen Interessenten das Konzept erklären sollte. "Learning by doing", ein gekonnter Sprung ins kalte Wasser und wieder um eine tolle Erfahrung reicher.
"Free the Worms!"

hugs'n'kisses
kate